Mittwoch, 11. November 2015

Kedgeree - "indischer" Reis mit Räuchermakrele

Klassischerweise wird Kedgeree in England zum Frühstück gegessen und ich finde es sowohl zum Frühstück als auch zu jeder anderen Tageszeit einfach unwiderstehlich. Es ist nicht wirklich ein indisches, sondern vielmehr kolonial-britisches Gericht, welches eben mit indischen Gewürzen zubereitet wird. Dieses Rezept hier ist nach einer Vorlage von Jamie Oliver, mit meinen eigenen kleinen Anpassungen, gemacht und schmeckt am besten mit Mango-Chutney, Joghurt und Naan-Brot. Das essen sogar meine Kinder - auch zum Frühstück.




Zu den Zutaten:
Wir brauchen Basmatireis, Bio-Eier, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Butter. Außerdem die üblichen indischen Verdächtigen: rote Chilischoten, Garam Masala, Kreuzkümmelsamen, schwarze Senfkörner und Kurkuma (gibt´s im Asialaden, aber inzwischen auch alles in den meisten Supermärkten). Dazu kommt noch eine ganze geräucherte Makrele, Lorbeerblätter, schwarze Pfefferkörner, Zitronen und jede Menge frischer Koriander. Zum Servieren noch Joghurt, Mango-Chutney und Naan-Brot - je nach Geschmack. 

Das Rezept


Kedgeree (4 - 6 Portionen)


Die Zutaten

350 g Basmatireis (am Vortag gekocht)
1 geräucherte Makrele
6 Lorbeerblätter
6 Pfefferkörner
6 Bio-Eier (Größe L)
2-3 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
50 g Butter
2 frische rote Chilischoten
1 geh. Teel. Garam Masala
1 Teel. Kreuzkümmelsamen
2 Teel. schwarze Senfkörner
daumengroßes Stück frischer Ingwer
1 Bund frischer Koriander
1-2 Zitronen
1 Teel. Kurkuma
Salz und Pfeffer aus der Mühle

zum Servieren:
Joghurt (gerne auch mit gehackter Minze vermischt)
Chutney
Naan-Brot

Die Zubereitung

Zuerst koche ich den Reis (nach Packungsanweisung), wenn ich das nicht - was viel besser ist, da der Reis dann trockener und besser zu verarbeiten ist -  schon am Vortag gemacht habe. Jetzt die Eier ca. 10-12 Min. hart kochen und kalt abschrecken.

Danach wird der Fisch gekocht. Dafür Makrele in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken, Pfefferkörner und Lorbeerblätter dazugeben, aufkochen und etwa 5 Minuten ziehen lassen.




Den Fisch aus dem Wasser nehmen und zum Abkühlen auf einen Teller etc. legen. Beiseite stellen.

Zwiebeln hacken, Knoblauch fein reiben oder hacken.

Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und Zwiebeln dazugeben.


 


Chilischote entkernen und in feine Ringe oder Streifen schneiden, Ingwer schälen und fein reiben. Chili, Ingwer, Knoblauch und die Gewürze dazugeben und mitdünsten lassen. Korianderblätter abzupfen, zur Seite legen und die Stiele fein hacken. Zu den Zwiebeln geben. Alles etwa 5 Minuten weiterdünsten.



In der Zwischenzeit die abgekühlte Makrele von Haut, Kopf und Gräten befreien. Das Fleisch in 2-3 cm große Stücke zupfen.

Den Reis zu den Zwiebeln in die Pfanne geben, salzen und pfeffern, vermischen und Saft von 1/2 Zitrone dazugeben.



Den Fisch, die Eier und Kurkuma dazugeben, vorsichtig vermischen. Nicht zu viel Kurkuma verwenden, sonst kann das Gericht bitter werden.




Die Korianderblätter darüberstreuen, salzen und pfeffern und evtl. noch etwas Zitronensaft dazugeben.





Je nach Geschmack mit Joghurt, Chutney, Zitronenspalten und Naan-Brot servieren. Soo lecker!

Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Freitag, 6. November 2015

Blumenkohl-Kartoffel-Suppe

Blumenkohl-Kartoffel-Suppe klingt irgendwie zum Gähnen, aber ganz ehrlich, SENSATIONELLE Blumenkohl-Kartoffel-Suppe klingt auch albern. Also, wie soll ich euch klar machen, dass diese Suppe trotz des krankenhausreifen Namens wirklich, wirklich lecker und absolut "machenswürdig" ist?!
Vielleicht überzeugt euch ja das Foto.




Na, hat´s funktioniert?
Diese Suppe ist echt yummypummy und warm und cremig und ja, auch irgendwie total retro - und preiswert noch dazu....
Deshalb nicht lange überlegen, einfach machen.

Und die Zutaten sind auch kein Hexenwerk:
Blumenkohl und festkochende Kartoffeln - klar. Außerdem Karotten, Knollensellerie und ne Zwiebel. Dann noch Petersilie (kann auch die TK-Version sein), Instant-Hühnerbrühe, Mehl, Milch, Butter, Sahne, Salz und Pfeffer.

Ich habe hierzu die "Brötchen mit Kartoffelflocken" aus einem früheren Post serviert. Sehr lecker!

Das Rezept


Blumenkohl-Kartoffel-Suppe (6-8 Portionen)


Die Zutaten

120 g Butter
1-2 Zwiebeln
2 Karotten
100 g Knollensellerie
500 g Kartoffeln
1 Blumenkohl
2 El. gehackte Petersilie (TK ist ok)
1 Liter Instant-Hühnerbrühe (nach Packungsanweisung zubereiten)
6 El. Mehl
500 ml Milch
250 ml Sahne
Pfeffer und Salz

Die Zubereitung

Die Zwiebeln fein hacken (ich mach´das in der Küchenmaschine mit Flügelmessereinsatz). Beiseite stellen.
Dann Karotten und Knollensellerie fein würfeln. Auch das mache ich in der Küchenmaschine:







Dann den Blumenkohl in kleine Stücke schneiden.




Die Kartoffeln auch.




Dann 60 g Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und die Zwiebeln darin ca. 3 Minuten anbraten bis sie glasig sind.




Karotten und Sellerie dazugeben.




Nochmal 5 Minuten dünsten lassen und dann den Blumenkohl und die Kartoffeln dazugeben.




Bei niedriger Hitze etwa 15 Minuten dünsten lassen und dann die Petersilie dazugeben.




Jetzt die Hühnerbrühe zugießen....




.... und 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit in einem anderen mittelgroßen Topf die restlichen 60 g Butter bei mittlerer Hitze zerlassen. 



Das Mehl dazugeben und zu einer Mehlschwitze verrühren.




Einige Minuten weiterrühren.




Dann Milch und Sahne dazugeben und gut verrühren.




Vom Herd nehmen und zur Suppe geben.




Etwas Salz und Pfeffer dazugeben und nochmal 20 -30 Minuten köcheln lassen. Die Suppe wird dabei etwas eindicken.

Nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig!




Mit krustigem Brot servieren. Soo lecker!









Yummy!

Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Mittwoch, 4. November 2015

Grünkohlsalat mit Zitrusfrüchten und Schafskäse

Ganz schnelles Mama-Mittagessen. Ganz kurzer Post. Heute ist es soweit: Ich springe auf den omnipräsenten Kale (oder Grünkohl) - Zug auf. Soll ja megagesund und megaangesagt sein. Also, mich hat die folgende Kombi überzeugt. Kohl ist cool.

Gerade befinde ich mich mal wieder in einer meiner Phasen. Aktuell ist es die Pioneer-Woman-Phase. Ich hatte schon die Martha-Stewart-Phase, die Jamie-Oliver-Phase und die Leon-Phase - um nur einige zu nennen. Und ich bin allen treu geblieben....polygam - sozusagen. In dem Fall.

Die Idee für dieses Rezept bekam ich aus dem nagelneuen Kochbuch von Ree Drummond: "The Pioneer Woman Cooks, Dinnertime". Wirklich lesenswert.




Sieht das nicht lecker aus! Yummy!
Allerdings kann ich das meinen Kindern nicht vorsetzen - damit würde ich mir erhebliche Probleme einhandeln.....
Da die Beiden aber gerade diversen sportlichen Aktivitäten nachgehen, nutze ich die Gunst der Stunde und mache mir diesen wunderbaren Salat.

Natürlich nicht ohne vorher das Kinderessen klar gemacht zu haben. (Rugby-AG macht hungrig..) 





Also Kinderessen im Ofen. Das war die Pflicht.....

.....jetzt kommt die Kür!

Das Rezept


Grünkohlsalat mit Zitrusfrüchten und Schafskäse (4 Portionen)


Die Zutaten

Salatdressing
ca. 50 ml frisch gepresster Orangensaft
1 Knoblauchzehe, fein gerieben oder durch die Knoblauchpresse gedrückt
2 El. Olivenöl
1 Teel. Zucker
Salz/ Pfeffer
1 ordentlicher El. Saure Sahne

Salat
1 Bund Grünkohl 
1-2 rote oder grüne Peperoni
4 Orangen oder Clementinen oder Mandarinen
200 g Schafskäse
eine Handvoll geröstete oder ungeröstete Walnüsse

Die Zubereitung

Das Dressing habe ich schon am Vortag gemacht. (muss aber nicht sein)
Dafür alle Zutaten in ein Marmeladenglas füllen, gut verschließen und kräftig schütteln. Evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Grünkohl von den Stielen befreien (die Stiele könnt ihr dann wegwerfen), waschen und in feine Streifen oder jedenfalls ziemlich klein schneiden.




In eine Salatschüssel (ich habe hier nur einen Teller für mich gemacht) geben. Dann die Peperoni waschen, entkernen und in Streifen schneiden. Dazugeben.




Die Orangen/Mandarinen/Clementinen filetieren oder in kleine Stücke schneiden.




Auch auf den Salat geben.




Dann den Schafskäse darüberbröckeln.




Geröstete Walnüsse (oder ungeröstet) grob hacken und über den Salat streuen.




Dressing nach Geschmack dazugeben......




....und YUM!



Wirklich gut!

Enjoy und bleibt trotzdem süß!

Sonntag, 1. November 2015

Brownies mit Maltesers und Malz-Frosting

Schon wieder ist eine Woche ohne Post von mir vergangen und das, obwohl oder weil ich die ganze Woche gebacken habe. Brownies über Brownies und noch mehr Brownies. Ja, so war das. Warum und wofür diese Berge an Brownies werde ich euch in einem anderen Post gerne berichten. Aber nicht heute. 
Dieses heutige Rezept ist in erster Linie für meine Schwester Katja, meine treueste (und lange Zeit wohl auch einzige) Verfolgerin dieses Blogs. (Ich freue mich natürlich sehr, sehr, sehr über jeden, der meine Posts liest. Total.)
Warum nun ausgerechnet dieses Rezept für Katja sein soll - das fragt ihr Massen an Lesern euch jetzt bestimmt alle, ne?! Es ist nicht etwa so, dass Katja völlig verrückt nach Maltesers ist. Nein, wirklich nicht. Ich würde sogar meine nicht zu unterschätzende Backformen-Sammlung darauf verwetten, dass sie diese Dinger (bis heute!) noch nie gekauft hat. Nein, die Geschichte hinter diesem Post ist eine ganz andere: Schwesternwochenende auf Mallorca (gemeinsam mit unserer Schwester Nina) - beim Stadtbummel durch Palma kommt ein britischer Supermarkt in Sicht - muss ich rein - "Horlicks Malted Milk Powder" und "Lyle´s Black Treacle" kaufen (zum Backen - ist ja klar) - Katja schließt sich an mit den Worten: "Aber nicht, dass das Zeug jetzt bei mir im Schrank vergammelt. Ich will entsprechende Rezepte lesen." (Ja, so ein klein wenig Druck habe ich schon empfunden.....;-))
Hier nun also das Rezept zum ersten Teil unseres Einkaufs ("Black Treacle" kommt dann etwas später beim weihnachtlichen Früchtekuchen zum Einsatz). 




Wir brauchen demnach Malted Milk Powder, z.B. die britische Version von "Horlicks" oder auch gerne die us-amerikanische Variante von "Carnation". Kann man auch online bestellen. Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber ich bin sicher, man kann statt dessen auch "Ovomaltine" verwenden. Das Frosting wird dann eben braun, aber damit kann man leben - finde ich.
Bevor ich es vergesse, dieses Rezept habe ich mal wieder aus dem Buch "Extreme Brownies" von Connie Weis und sie verwendet hier untypischer Weise Milchschokolade statt dunkler Schokolade im und auf´m Teig, was die Brownies wunderbar süß und klebrig und sündig macht. Die Maltesers - auch im und auf´m Teig - bringen noch ein bisschen Crunch und Chewiness dazu -Yum!

Ansonsten brauchen wir das übliche Brownie-Equipment: Butter, (Milch-) Schokolade, Eier, Zucker, brauner Zucker, Mehl, Kakaopulver, Salz, Vanilla-Extract, Backpulver. Für das Frosting noch Milch und Puderzucker. Für die Glasur noch etwas Sonnenblumenöl.

Das Rezept

Brownies mit Maltesers und Malz-Frosting (12 Stück)

Die Zutaten

Teig
1 Packung "Maltesers" (175 g)
250 g Butter
550 g Milchschokolade
4 Bio-Eier (Größe L)
100 g Zucker
200 g brauner Zucker
3/4 Teel. Salz
1 Teel. Vanilla-Exract
190 g Mehl
1/2 Teel. Backpulver
2 El. Kakao-Pulver

Frosting
60 g Butter
40 g Malted Milk Powder (s. o.)
200 g Puderzucker
1 1/2 Teel. Vanilla-Extract
1/8 Teel. Salz
2 El. Milch (Vollmilch)

Außerdem
1 1/2 Teel. Sonnenblumenöl
60 g Milchschokolade

Die Zubereitung

Ofen auf 180°C vorheizen. (Ober- und Unterhitze)

9 x 13 inch-Form (23 x 33 cm) fetten und mit Backpapier auslegen.

Die Maltesers mit einem scharfen Messer halbieren.




Die Butter in Stücke schneiden und in einem mittelgroßen Topf bei geringer Hitze schmelzen lassen. Dann 450 g Schokolade hacken und dazugeben.




Bei niedriger Wärmezufuhr schmelzen lassen. Dann Herd ausschalten, Topf aber auf der Platte lassen.

Die Eier in eine Rührschüssel geben und leicht verschlagen. Beide Zuckersorten und Salz dazugeben und mit dem Mixer gut verrühren. Dann die Butter-Schokoladenmischung dazugeben und unterrühren. Vanille dazugeben.

Mehl, Backpulver und Kakao in einer separaten Schüssel vermischen,....




.....dann zur Schokomischung dazugeben und kurz einarbeiten.




Die restliche Schokolade hacken und mit dem Großteil der Maltesers (eine knappe Handvoll für die Deko zur Seite legen) zum Teig geben.




Einrühren und dann das Ganze in die vorbereitete Form geben.




Ab in den Ofen (mittlere Einschubleiste) und etwa 40 - 45 Minuten backen (oder bis bei der Stäbchenprobe nur noch einige feuchte Krümel zu sehen sind).




Die Oberfläche sieht teilweise etwas dunkel aus. Das schmeckt man später aber nicht. (Wenn euch das stört, könnt ihr ca. 15 Minuten vor Ende der Backzeit die Form mit Alufolie abdecken. Evtl. verlängert sich die Backzeit dann etwas.) Mindestens 15 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, dann für 7-8 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Für das Frosting (erst nach der Kühlschrankzeit zubereiten) weiche Butter und Malzmilchpulver (Horlicks, Carnation oder Ovomaltine) in eine Rührschüssel geben, ....




.... mit dem Mixer verrühren, Puderzucker, Vanilla, Salz und Milch dazugeben.....




....weiterrühren bis alles schön cremig ist.




Auf den abgekühlten Brownies verteilen.




Gleichmäßig verstreichen.




Und die restlichen Maltesers darauf verteilen.




Für die Schokoladendrizzle das Öl in ein kleines mikrowellengeeignetes Plastikgefäß geben, die gehackte Milchschokolade dazugeben und auf halber Stärke in der Mikrowelle ca. 2 Minuten schmelzen lassen (immer mal wieder kontrollieren und umrühren). Dann mit einem Messer oder Löffel auf die Brownies drizzlen.




(ja, ab hier konnte ich mich nicht mehr zurückhalten....)
Kurz abkühlen lassen und dann nochmal für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.




Noch ein Foto, weil´s so schön ist...

In Stücke schneiden und .....YUM!












Enjoy und bleibt süß!